ESG-Beratungsmodell: Nachhaltig bauen ohne unnötige Mehrkosten
Wer heute zukunftsorientiert baut oder saniert, sollte Nachhaltigkeitsziele früh in die Projektplanung integrieren. Die Gründe dafür sind vielfältig: Förderfähigkeit, Anpassung an den Klimawandel, Senkung der Betriebskosten, Erfüllung der Anforderungen aus der Gebäudezertifizierung, interne Nachhaltigkeitsstrategien oder Finanzierungsanforderungen bestimmen die Agenda. Doch aus Bauherrensicht stellen sich andere Fragen: Was kostet mich ESG-konformes Bauen wirklich? Wo entstehen versteckte Mehraufwände? Treffe ich heute Entscheidungen, die morgen zum Risiko werden? Und wie behalte ich bei all den Anforderungen die Steuerungshoheit?
„Nachhaltigkeit im Bau scheitert selten am Willen“, berichtet Marius Maier, Teamleiter Innovation und Entwicklung, ESG-Berater und DGNB-Auditor bei der Gottlob-Rommel-Gruppe, „sie scheitert an Unschärfe. Wenn Bauherren ihre ESG-Ambitionen zwar benennen, diese aber nicht leistungsbezogen konkretisieren, entsteht im Projektverlauf ein Vakuum: Planer interpretieren Ziele unterschiedlich, Zertifizierungskriterien werden additiv ergänzt, Förderbedingungen tauchen spät auf. Die Folge sind Mehrkosten, Zeitverluste und Zielkonflikte.“
ESG-Beratung von der Gottlob-Rommel-Gruppe: vom Anspruch zur Steuerbarkeit
Aufgrund dieser Gemengelage bietet die Gottlob-Rommel-Gruppe ein ganzheitliches ESG-Beratungsmodell an, das im Rahmen der Planungskoordination die ESG-Themen von Anfang an in den Mittelpunkt stellt. Die ESG-Experten der Gottlob-Rommel-Gruppe übernehmen die Planungskoordination und bringen damit Bau- und ESG-Expertise in die frühen Planungsphasen des Projekts ein. Die frühe Fokussierung auf ökonomische, ökologische und soziale Ziele sorgt für Umsetzbarkeit, Kostenkontrolle und Effizienz. Natürlich ist es das Ziel der Gottlob-Rommel-Gruppe, das geplante Bauvorhaben anschließend auch umsetzen zu dürfen, eine Festlegung seitens der Bauherrschaft auf die Gottlob-Rommel-Gruppe als ausführendes Bauunternehmen ist jedoch nicht notwendig. Die Dienstleistung richtet sich an Bauherren im Wohnungs-, Pflegeheim- und Gewerbebau, an Neubau- und Sanierungsprojekte sowie an Investoren, die nachhaltige und förderfähige Gebäude zukunftssicher realisieren wollen.
Das ESG-Beratungsmodell umfasst vier Phasen und wurde aus der Praxis heraus entwickelt. „Unser ESG-Beratungsmodell ist ein All-inclusive-Ansatz und begleitet Bauherren vom ersten Wunsch bis zum fertigen, zertifizierten Neubau oder zur nachhaltigen Sanierung. Wichtig ist uns dabei: Nachhaltigkeit verstehen wir nicht als additiv, sondern integrativ. Wir richten die Zertifikatslogik nach den Gegebenheiten des individuellen Bauvorhabens und nicht umgekehrt. Im Mittelpunkt steht dabei unser klares Statement: Nachhaltigkeit darf kein Kostentreiber sein“, fasst Marius Maier zusammen.

Die Phase 1: Grundlage für den Projekterfolg
Phase 1 heißt „Beratung und Zieldefinition“ – sie ist der Projekteinstieg und erfolgt über Erstgespräche zwischen dem Kunden und den Geschäftsfeldleitern der Gottlob-Rommel-Gruppe. Hier werden Projektart, erste Informationen über Budgetrahmen, Zeitplan, Förderziele und interne Nachhaltigkeitsstrategien besprochen. Anschließend folgt der Zieldefinitions-Workshop. Am Tisch sitzen auf Seiten der Gottlob-Rommel-Gruppe die ESG-Experten, auf Bauherrenseite idealerweise Geschäftsleitung, Projekt- und Nachhaltigkeitsverantwortliche. Der Workshop ist der strategische Auftakt und fokussiert - bevor gezeichnet, gerechnet oder ausgeschrieben wird - die zentralen Fragen: Was soll das zukünftige Gebäude leisten, wie stellen wir die langfristige Zukunftsfähigkeit sicher, welche Wünsche und Ziele hat der Bauherr und wie lassen sich diese realistisch in der Planung umsetzen? Der Prozess erfolgt also entlang der tatsächlichen Bedürfnisse des Bauherrn und schafft die Grundlage für Planung, Ausführung und Nachweisführung. Nachhaltiges Bauen wird nicht nachträglich ergänzt, sondern von Beginn an integriert.
„Viele Bauherren haben ein diffuses Gefühl von Druck“, weiß DGNB-Auditor Marius Maier. „Förderprogramme, Zertifikate, interne Ziele – alles wirkt komplex. Unsere Aufgabe ist es, daraus eine klare, realistische Projektstrategie zu entwickeln. Dann wird Nachhaltigkeit nicht mehr als Risiko wahrgenommen, sondern als strategische Leitplanke. Zertifizierungen wie DGNB oder QNG entstehen als logische Konsequenz sauber definierter Ziele – nicht als kostentreibender Selbstzweck. ESG muss wirtschaftlicher Mehrwert sein.“
Das SMART-Prinzip: Methodischer Filter für Umsetzbarkeit
Deshalb beginnt nachhaltiges Bauen bei der Gottlob-Rommel-Gruppe nicht auf der Baustelle, sondern im Workshopraum: Im Zentrum steht eine gemeinsame, klare und frühzeitige Zieldefinition, die wir zu Beginn des Projekts gemeinsam erarbeiten. Grundlage dafür ist das SMART-Prinzip, dem jedes Ziel entsprechen muss:
SMART bedeutet:
Spezifisch:
Ziele müssen eindeutig formuliert sein. Nicht „nachhaltig bauen“, sondern klar definierte Standards und Leistungskennzahlen.
Messbar:
CO₂-Bilanz, Energiebedarf, Recyclinganteile oder Lebenszykluskosten werden quantifiziert. Messbarkeit schafft Steuerbarkeit.
Attraktiv:
Ein Ziel muss wirtschaftlichen Nutzen stiften – etwa über Förderfähigkeit, bessere Finanzierungskonditionen oder geringere Betriebskosten.
Realistisch:
Ambition wird mit Budget, Bauzeit und technischer Machbarkeit abgeglichen. Unrealistische Zielsetzungen verursachen später Mehrkosten.
Terminiert:
Jede Zieldefinition erhält einen klaren Zeitrahmen.
„SMART zwingt uns zur Klarheit“, erklärt Marius Maier. „Und diese Klarheit verhindert spätere Reibungsverluste.“
Die nach dem SMART-Prinzip erarbeiteten Ziele werden anschließend zum verbindlichen Leistungsgegenstand für alle Projektbeteiligten. Die Planungskoordination stellt sicher, dass das Projektumfeld von Anfang an so gestaltet wird, dass Nachhaltigkeit – ökologisch, ökonomisch und sozial – ab Leistungsphase 1 ein durchgängiges Steuerungsinstrument wird und bleibt. Nachhaltigkeit wird vom Zusatzaufwand zum Erfolgsfaktor.
Was Bauherren nach Phase 1 konkret in der Hand halten
Am Ende von Phase 1 steht kein theoretisches Papier, sondern ein verbindlicher ESG-Zielkatalog. Dazu gehören:
- eine priorisierte Zielmatrix
- eine transparente Muss-/Kann-Struktur
- eine dokumentierte Kosten- und Wirkungslogik
- ein digitales Pflichtenheft, auf das Fachplaner verpflichtet werden.
Auf Basis dieser Informationen lassen sich jetzt fundierte Entscheidungen treffen, Nachhaltigkeit wird kalkulierbar. Und so kann die Gottlob-Rommel-Gruppe auch das eingangs formulierte Versprechen halten: Wer Ziele früh definiert und konsequent integriert, vermeidet spätere Planungsänderungen – und damit unnötige Kosten.
In der nächsten Ausgabe unseres Serviceletters zeigen wir, wie Phase 2 – die Planungskoordination – die definierten ESG-Ziele in konkrete Planungsschritte übersetzt und dauerhaft im Projekt verankert.
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