Gebäuderessourcenpass

Transparenz über Materialflüsse mittels Gebäuderessourcenpass

Der Gebäuderessourcenpass dokumentiert die eingesetzten Materialien, ihre Herkunft, Mengen und Rückbaupotenziale. Der Ausweis schafft somit Transparenz über die verbaute „Rohstoffbank“ und ist ein Schlüsselwerkzeug für zukunftsfähiges Bauen und Investieren.

Mit langjähriger Erfahrung aus unterschiedlichsten Bauprojekten unterstützen wir Sie dabei, Ihre Bauprojekte intelligent zu planen und nahtlos in Ihre Nachhaltigkeitsstrategie zu integrieren. Bereits in der Entwurfsphase Ihres Bauprojektes analysieren wir unter Berücksichtigung aktueller EPDs (Environmental Product Declarations) und Ökobilanzdaten, welche Materialien ressourcenschonend und rückbaubar einsetzbar sind. Alle relevanten Baustoffinformationen, Mengen, Massen und konkrete Einbauorte finden sich dann strukturiert in Ihrem digitalen Ressourcenpass, sauber abgestimmt auf Zertifizierungsvorgaben und spätere Nachweispflichten. Auf Wunsch erstellen wir für unsere Kunden zudem ein projektspezifisches Konzept zur Wiederverwendung und Bewertung von Baustoffen, exakt auf die technische Umsetzbarkeit und Marktverfügbarkeit abgestimmt.

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FAQs zum Thema

Leistungen zur Erstellung Ihres Gebäuderessourcenpasses

Mit dem Gebäuderessourcenpass schaffen wir Transparenz über Materialien, Bauprozesse und Nachhaltigkeitskennzahlen – eine wichtige Grundlage für Zertifizierungen, ESG-Reporting und die Kreislaufwirtschaft.

  • Erstellung des Gebäuderessourcenpasses nach aktuellen Standards (z. B. DGNB, QNG, DIN EN ISO 22057)
  • Erfassung und Bewertung aller verbauten Materialien in Planung und Ausführung
  • Beratung zu kreislauffähigen, schadstoffarmen und dokumentationspflichtigen Baustoffen
  • Digitale Strukturierung und Übergabe für BIM, CAFM und ESG-Reporting.  
     

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Ihre Vorteile mit der Gottlob-Rommel-Gruppe beim Gebäuderessourcenpass

Transparenz über den gesamten Lebenszyklus

Wir schaffen die Basis für Zertifizierungen, Rückbauplanung und ESG-Berichterstattung

Praxisorientierte Umsetzung

Wir kombinieren fundiertes Materialwissen mit bautechnischer Umsetzung  

Nachhaltige Bau- und Sanierungsplanung

Wir denken ganzheitlich für kreislauffähige und förderfähige Immobilien 

Anschlussfähigkeit für Zukunftsanforderungen

Unsere Beratung ist auf dem aktuellen Stand bezüglich Verordnung- und Förderung  

Sind Ihre Gebäude fit für die Kreislaufwirtschaft? Kontaktieren Sie unsere ESG-Beratungsexpertin

Sarah Jourdan

Innovation & Entwicklung, ESG-Beratung

Sarah Jourdan

Projektleiterin Nachhaltigkeit und Zertifierung, ESG-Beraterin & DGNB-Consultant


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FAQs zum Thema Gebäuderessourcenpass

Ein Gebäuderessourcenpass ist ein digitaler Nachweis, der detailliert dokumentiert, welche Materialien in einem Gebäude verbaut wurden, in welchen Mengen vorhanden sind und wie sie im Rückbau wiederverwertet werden können. Der Pass dient als Grundlage für die Kreislaufwirtschaft im Bauwesen, ermöglicht eine gezielte Rückführung in Wertschöpfungsketten und schafft Transparenz für Bauherren, Investoren und Zertifizierungsstellen. 

Eine EPD ist ein standardisiertes Dokument, das die ökologischen Eigenschaften eines Bauprodukts über dessen gesamten Lebenszyklus hinweg beschreibt. Die Deklaration basiert auf internationalen Normen (z. B. ISO 14025, EN 15804) und enthält belastbare Daten zu CO₂-Emissionen, Energie- und Ressourcenverbrauch, Entsorgung und Recyclingfähigkeit. EPDs schaffen Transparenz für Planer, Bauherren und Auditoren und bilden eine wichtige Grundlage für nachhaltige Gebäudezertifizierungen und den Gebäuderessourcenpass. 

Ein Gebäuderessourcenpass ist für alle Neubauprojekte relevant, die nach QNG oder DGNB zertifiziert werden sollen, sowie für öffentliche und gewerbliche Bauvorhaben, die eine ESG-konforme Dokumentation anstreben. Auch bei Sanierungen, Nachnutzungen oder im Bestand kann ein nachträglich erstellter Ressourcenpass Mehrwerte liefern – etwa im Hinblick auf Rückbaukosten, Recyclingpotenziale oder steuerliche Bewertung von Materialreserven.

Der Gebäuderessourcenpass erfasst unter anderem Materialart, Menge, Lieferant, Herkunft, Umweltproduktdeklarationen (EPDs), Rückbauindikatoren und Verwertungsmöglichkeiten. Diese Informationen werden nach aktuellen Normen (z. B. DIN EN ISO 22057, ISO 20887) strukturiert und digital bereitgestellt, oft im Zusammenspiel mit BIM-Modellen oder CAFM*-Systemen. 

*CAFM (Computer-Aided Facility Management) bezeichnet digitale Systeme, die den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden und technischen Anlagen effizient steuern und dokumentieren – von der Planung über den Betrieb bis hin zur Instandhaltung und Sanierung. Die Software dient als zentrale Plattform für alle Prozesse rund um das technische, infrastrukturelle und kaufmännische Facility Management.

Im ESG-Kontext liefert der Ressourcenpass belastbare Daten zu Ressourceneffizienz, Materialkreisläufen und Umweltauswirkungen. Diese Daten lassen sich dann in CSRD-Berichte, EU-Taxonomie-Bewertungen oder Nachhaltigkeitsratings integrieren. Somit schaffen Bauherren Transparenz über die Materialqualität und den ökologischen Fußabdruck eines Gebäudes – über den gesamten Lebenszyklus hinweg. 

Die EU-Taxonomie fordert Nachweise zur Kreislauffähigkeit, zur Ressourcenschonung und zur Vermeidung signifikanter Umweltschäden. Der Gebäuderessourcenpass dokumentiert diese Aspekte nachweisbar und standardisiert – und ist damit ein zentrales Instrument zur Erfüllung taxonomierelevanter Anforderungen im Bereich „Construction of new buildings“ oder „Renovation of existing buildings“. 

Derzeit ist der Gebäuderessourcenpass freiwillig, wird aber von verschiedenen Zertifizierungsstellen (z. B. DGNB) und Fördergebern (z. B. im Rahmen von QNG oder BEG) zunehmend als Voraussetzung oder Zusatzkriterium gefordert. Angesichts wachsender ESG-Berichtspflichten wird der Pass sehr wahrscheinlich zum Standard in der Bau- und Immobilienpraxis. 

Der Gebäuderessourcenpass liefert eine belastbare Grundlage für die Rückbauplanung und Materialverwertung. Wiederverwendbare Baustoffe können gezielt erfasst, selektiv ausgebaut und in neue Bauprojekte integriert werden. Das reduziert Entsorgungskosten, spart Primärressourcen und unterstützt die CO₂-Reduktion im Gebäudesektor – insbesondere im Rahmen der Circular Economy (Kreislaufwirtschaft) und urban mining*.

*Urban Mining bedeutet, wertvolle Rohstoffe wie Metalle, Beton oder Ziegel gezielt aus bestehenden Gebäuden und Infrastrukturen zurückzugewinnen – anstatt sie als Abfall zu entsorgen. So wird die Stadt selbst zur Rohstoffquelle, was Primärressourcen schont und die Kreislaufwirtschaft stärkt.

Die Dauer hängt vom Projektumfang und der vorhandenen Datenstruktur ab. Für Neubauten kann der Ressourcenpass in enger Abstimmung mit dem Planungsprozess erstellt werden. Bei Bestandsgebäuden ist oft ein manuelles Aufmaß mit Materialerhebung notwendig, die mit einer Rückbauanalyse kombiniert wird. In beiden Fällen sorgt die Gottlob-Rommel-Gruppe für eine effiziente, standardkonforme Umsetzung.