Holz und Hightech: Gottlob Rommel bringt den Holzhybridbau voran

In der November-Auflage 2025 veröffentlichte das Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL in seiner Beilage “Starkes Land Baden-Württemberg“ einen Artikel, der zeigt, welche Bedeutung nachhaltige Bauweisen im Wohn- und Gewerbebau haben. Die Gottlob-Rommel-Gruppe ist darin als Referenz für moderne hybride Baukonzepte genannt. Wir berichten über drei Leuchtturmprojekte im Holzhybridbau in und um Stuttgart.

Der Baustoff Holz erlebt eine Renaissance. Immer mehr Kommunen, Wohnungsbaugesellschaften und soziale Träger setzen auf eine Holzhybridbauweise, um Klimaziele und Wirtschaftlichkeit in Einklang zu bringen. Insbesondere in Baden-Württemberg gilt Holz längst als Leitmaterial einer neuen Baukultur. Die Gottlob-Rommel-Gruppe zählt dabei zu den führenden Bauunternehmen, welche diesen Trend aktiv mitgestalten: technisch fundiert, mit hoher Ausführungsqualität aus einer Hand und mit Fokus auf Nachhaltigkeit über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes hinweg.

Holzhybridbau als System

„Der Holzhybridbau optimiert die Stärken von Holz, Beton und Stahl mit ihren jeweiligen ökologisch und technisch Vorzüge aus einer Hand“, erklärt Martin Matuttis, Projektleiter Geschäftsfeld Holzhybridbau der Gottlob-Rommel-Gruppe, im SPIEGEL-Artikel ‚Holzbau vorgezeigt‘.  Denn Holzhybridbau bedeutet, die Vorteile verschiedener Materialien zu verbinden: Holz als nachwachsender, CO₂-bindender Rohstoff, Beton und Stahl für Tragfähigkeit, Brandschutz und Langlebigkeit. Zudem lassen sich durch die Kombination von Holz- und Massivbau die Bauzeiten verkürzen, sowie die Vorfertigungsgrade erhöhen.  

Drei Musterbeispiele für Holzhybridbau aus der Gottlob-Rommel-Bauwelt

 

Berichtenswert für den SPIEGEL ist das Gottlob-Rommel-Bauprojekt am Stuttgarter Marktplatz: Aus dem Kaufhaus Breitling wurde nach drei Jahren Bauzeit und einem Invest von 25 Millionen Euro das „Haus des Tourismus“ . Die Gottlob-Rommel-Gruppe übernahm dabei das Bauen im Bestand, heißt die konstruktiven Abbrucharbeiten, den Skelettbau und die Pergola-Gebäudeaufstockung sowie die Erweiterung im Rahmen Holzhybridbau. Die innerstädtische Baustelle wurde bzgl. des Holzbaus auf einem 3D-Scann des Bestands in Verbindung mit einer 3D-Modellierung  geplant und realisiert.

DER SPIEGEL schreibt in der November-Ausgabe  2025 : „Das Material Holz wird im Bau nicht nur einzeln eingesetzt, sondern häufig im Verbund mit anderen Materialien. Gerade entstand beispielsweise im ehemaligen Kaufhaus Breitling am Stuttgarter Marktplatz das „Haus des Tourismus“. Durch den Holzbau wurde zum einen die Gebäudehülle des bestehenden Stahlbetonrohbaus geschlossen, zum anderen konnten mit Massivholzbauteilen die Bestandsgeschosse erweitert, ein zusätzliches Geschoss aufgesetzt und eine Pergola-Konstruktion aus Holz auf dem Dach errichtet werden. Mit dem Verbau von rund 500 Kubikmetern Holz wurden etwa 500 Tonnen CO₂ gebunden. Den Ausschlag für die Verwendung von Holz gaben das geringere Gewicht des Materials sowie die zügige Montage der Holzelemente vor Ort mit entsprechenden Vorfertigungsgraden.“ 

Am 17. Oktober 2025 wurde das Haus des Tourismus offiziell eröffnet – ein Musterbeispiel für nachhaltiges innerstädtisches Bauen im Bestand und ein bemerkenswertes Leuchtturmprojekt für die Gottlob-Rommel-Gruppe.

Hoher Vorfertigungsgrad beim Neubau „Quartier am Wiener Platz“

Ein weiteres Referenzprojekt für Holzhybridbau in innerstädtischer Lage ist das „Quartier am Wiener Platz“  im Stuttgarter Stadtbezirk Feuerbach. Auf dem rund 2,6 Hektar großen Areal einer ehemaligen Industrie- und Bahnbrachenfläche realisiert die Baugenossenschaft Neues Heim ein Stadtquartier mit 29 Wohneinheiten, Gastronomie und einer zweigeschossigen Kita. Die Gottlob-Rommel-Gruppe erstellt bei diesem Bauvorhaben den Rohbau und den Holzbau aus einer Hand: In zwei bestehende Betonskelette montierte unser Team rund 1.300 m² vorgefertigte Holzrahmenbauwände. Die Elemente kamen inklusive eingebauter Fenster und vorbereiteter Unterkonstruktion für die Fassadenschalung auf die Baustelle. Der hohe Vorfertigungsgrad sorgt für zügige Abläufe, hohe Ausführungsqualität und schlanke Schnittstellen. Das Bauprojekt ist derzeit in der Schlussphase, die ersten Wohnungen sind bereits bezogen. 

Inklusiva – soziale Teilhabe in nachhaltiger Bauweise

 

Ein klares Votum für mehr Nachhaltigkeit traf auch die katholische Kirchengemeinde St. Joseph in Öhringen bei ihrem Bauprojekt Inklusiva. Hier entstehen nach Abriss des alten Pfarrbüros zwei neue Gebäude entlang der Hunnenstraße, die künftig das Pfarrbüro, das Caritas-Zentrum mit der Tagesstätte, Wohnraum für Menschen mit seelischer Behinderung und ein Zuverdienstbetrieb beheimaten. Die Gottlob-Rommel-Gruppe übernimmt bei diesem Projekt die Fassadenerstellung im Holzhybridbau – tragende Außenwände aus Massivholz und die nachträgliche Montage von Fassadenelementen mit hohem Vorfertigungsgrad. „Ursprünglich war eine Fassade aus Stein geplant“, erläutert Architekt Steffen Wahl. „Doch wir haben uns bewusst für einen Holzhybridbau entschieden – wegen der besseren Umweltbilanz und der architektonischen Offenheit.“ Die Entscheidung steht exemplarisch für den Wandel in der Baukultur: nachhaltige Materialien, flexible Nutzungskonzepte und sichtbare Verantwortung für Mensch und Umwelt. Zudem soll das Bauvorhaben QNG-zertifiziert werden. So sorgt die Abteilung für Nachhaltigkeitsberatung und Zertifizierung von Gottlob Rommel  intern durch eine fachkundige Vergabe-Beratung dafür, dass bereits bei den Ausschreibungen die Vorgaben für die QNG-Zertifizierung eingehalten werden. Die Fertigstellung der Inklusiva-Gebäude ist für Ende 2027 vorgesehen. Wir werden berichten.

 

Quellen: 

DER SPIEGEL: 
Link zur Sonderveröffentlichung: https://ablingergarber.com/wp-content/uploads/2025/11/Bawuesl_SPIEGEL-BW_2025_November.pdf

Haus des Tourismus:  https://www.gottlob-rommel.de/unternehmen/gute-gruende-fuer-rommel/bim-building-information-modeling

Neubau Quartier am Wiener Platz:
https://www.bgneuesheim.de/neubau-quartier-am-wiener-platz.html 
www.stuttgart.de/leben/bauen/bauprojekte/quartier-am-wiener-platz

Inklusiva:
https://www.gottlob-rommel.de/unternehmen/aktuelles/meldung/spatenstich-fuer-bauprojekt-inklusiva
https://stjoseph-oehringen.drs.de/bauprojekt-kirche-und-caritas-am-cappelrain.html

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