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Polier auf dem Bau: Der Mann von RO135

Nevruz Kameri arbeitet seit 27 Jahren bei Gottlob Rommel. Heute ist der gebürtige Kosovo-Albaner einer der erfahrensten Rohbau-Poliere im Unternehmen.

 

Wir haben Nevruz Kameri auf der Baustelle besucht und ihn gebeten, uns seine Geschichte zu erzählen.

 

Jeder Mensch hat Träume! Natürlich auch, was das Berufliche angeht. Polier zu werden, war nie mein Traum. Dass ich es heute trotzdem bin – das macht mich sehr stolz und es macht mir immer wieder bewusst, dass ich bei dem für mich richtigen Unternehmen arbeite.

 

Ich erinnere mich noch genau an meinen ersten Tag bei Rommel: Das war der 27. Februar 1992. Ich war 22, ich konnte kein Deutsch, ich hatte noch nie auf dem Bau gearbeitet und ich war als Kriegsflüchtling aus dem damaligen Jugoslawien zuerst einmal froh, eine Arbeit gefunden zu haben.

 

Meine erste Baustelle war in Leinfelden und die ersten Jahre habe ich alles gemacht und vor allem alles gelernt, was man beim Rohbau so macht und braucht. 2005 dann kam der Vorarbeiterkurs und fortan kümmerte ich mich als Vorarbeiter auch viel um die Arbeitsvorbereitung.

 

2010 kam mein Oberbauleiter auf mich zu und fragte: „Herr Kameri, ich traue Ihnen zu, Polier zu werden: Sie sich auch?“ Oh, da war ich sehr überrascht und antwortete: „Aber mir fehlt es an der Sprache.“ Und er meinte: “Nah, ich kenne Sie als Vorarbeiter und bin überzeugt, dass Sie auch den Polier packen und ich stehe auch hinter Ihnen, wenn Sie Unterstützung brauchen!“

 

Was einen guten Polier ausmacht

So bin ich also seit 2011 Polier bei Gottlob Rommel und mein Polier-Container RO135 begleitet mich auf alle meine Baustellen. Worauf ich besonders stolz bin: Noch nie gab es einen nennenswerten Unfall auf einer meiner Baustellen. Meine Kolonne ist ein eingespieltes Team, auf die kann ich mich absolut verlassen.

 

Was einen guten Polier ausmacht? Es geht darum, dem richtigen Mann zur richtigen Zeit die passende Aufgabe zu übertragen. Dann kann man am meisten erreichen, ohne Stress! Man braucht den Blick für die Menschen und die Arbeit. Ich habe lange genug als Hilfsarbeiter geschafft und weiß, was ein Mensch leisten kann: Der eine ist schneller, ein anderer dafür gründlicher. Ich muss abschätzen können, wem was am meisten liegt. Überstunden muss man rechtzeitig ankündigen und vor allem: ohne Druck. Dann sind die Kollegen in der Regel auch immer da, wenn man sie braucht!

 

Welche Baustelle mir bis heute in Erinnerung geblieben ist? Das ist vor allem mein erstes Projekt als Polier: Die Neckar-Realschule in Stuttgart, ein Dreieinhalb-Millionen-Projekt mit viel Sichtbeton. Das war 2011. Bei der Rohbau-Abnahme mit dem Bauherren und dem Architekten gab es vom Keller bis hoch zum Dach überhaupt nur zwei Punkte, an denen nachgebessert werden musste. Mein Oberbauleiter war sicherlich heilfroh, dass ich ihn nicht enttäuscht hatte!

 

Den jüngeren Kollegen sage ich immer: Können ist wichtig, aber Motivation ist wichtiger! Bleibt dran, dann stehen euch bei Rommel alle Türen offen! Wir bauen heute in sechs bis sieben Monaten, wozu wir früher anderthalb Jahre gebraucht haben. Wenn die Einstellung stimmt, dann bekommt man das hin – unfallfrei und ohne Stress! Wer mit dem Herzen dabei ist, kann auch ohne formelle Ausbildung Polier werden. Mit einer guten Ausbildung geht es sicher schneller, aber mein Weg war eben ein anderer. Dass ich einmal Polier sein werde, davon hatte ich nie zu träumen gewagt. Dass ich es heute bin, macht mich doppelt stolz: auf mich und natürlich auch auf Gottlob Rommel.

 

Übrigens: Gottlob Rommel freut sich immer über Bewerbungen erfahrener Poliere. Was wir zu bieten haben? …

https://www.gottlob-rommel.de/karriere/gottlob-rommel-als-arbeitgeber.html

 

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