2018

Gesundheitsschutz und Teamgeist - Sicherheitstag 2018

Der Rommel-Sicherheitstag im Bernhäuser Forst hat den Start ins neue Arbeitsjahr markiert.

 

Gut 380 Mitarbeiter der Bauunternehmung Gottlob Rommel sind am 8. Januar in den Bernhäuser Forst gekommen. Dass das Arbeitsjahr 2018 nicht im Büro im Stuttgarter Osten und auch nicht auf den Baustellen beginnt, sondern im Tagungszentrum in Filderstadt, hat einen guten Grund: der Rommel-Sicherheitstag. „Ich könnte mir keinen besseren Start vorstellen“, sagt Geschäftsführer Andy Vonderlind in seinen Begrüßungsworten. Zum Sicherheitstag lädt die Bauunternehmung alle zwei Jahre ein. Die Themen Arbeits- und Gesundheitsschutz stehen dabei im Fokus, aber auch Optimierungspotenziale und der Teamgeist – beides wichtige Voraussetzungen für die Zufriedenheit und damit für die mentale Gesundheit der Mitarbeiter eines Unternehmens.

In diesem Jahr sind sieben Stationen entstanden - vorbereitet und durchgeführt von Mitarbeitern, aber auch von externen Referenten. In Gruppen eingeteilt geht es in einem ganztägigen Rundlauf von Station zu Station.

Optimaler Schutz ist wichtig für die Aufnahmeorgane

Gestartet wird etwa bei Dr. Siegfried Drescher. Beim Facharzt für Arbeitsmedizin lernen die Teilnehmer wie wichtig ein optimaler Schutz der Aufnahmeorgane Haut, Lunge und Gehör sein kann. „Nach vielen Arbeitsjahren kann es zu Beeinträchtigungen der Gesundheit kommen“, sagt Drescher. „Lärm verursacht nicht nur Hörschäden, sondern kann auch zu Bluthochdruck und schließlich sogar zum Herzinfarkt führen“, sagt er.

Um weitere Gefahren geht es in der Station von Karl-Heinz Menyhert und Michael Gerdes von der ITC Akademie in Heidenheim. „Eine Baustelle ist kein Spielplatz“, sagt Menyhert. In allen Situationen und Arbeitsbereichen sei Aufmerksamkeit gefragt – vom Baggerfahrer bis hin zum Kranfahrer. Er projiziert Regeln auf eine Leinwand in der Aula und erklärt wie wichtig sorgfältig ausgeführte Handzeichen zwischen Kranfahrer und Einweiser sind. „Die Zeichen müssen zwingend vorab besprochen werden“, sagt er weiter. Auch leichtsinnige Handlungen können zu gefährlichen Situationen auf der Baustelle führen. „Ich möchte ihnen dringend davon abraten, schnell irgendwo herunterzuspringen“, sagt Gerdes.

Bessere Kommunikation

Für Überraschungen sorgen die Stationen mit den Schauspielern des Theater-Interaktiv. An Station vier präsentieren Jens Finkbeiner, Denis Doster und Rolf Watzl zunächst das Leitbild der Firma Rommel und zeigen ihre Vielfältigkeit und Komplexität. „Jeder einzelne von Ihnen trägt zum Erfolg bei“, sagt Finkbeiner. Watzl ergänzt: „Jeder ist ein Zahnrad, ob Polier oder Bauleiter. Nur wenn alle Rädchen reibungslos ineinandergreifen, kann unsere Arbeit funktionieren.“  Doch was, wenn zwischen die Zahnräder ein Keil gerät? Dafür sorgt Dr. Renate Mayer vom Theater-Interaktiv. Mayer unterstützt die Referenten und bittet nun alle Teilnehmer Gründe aufzuschreiben, weshalb zwischen den Abteilungen oder Mitarbeitern der Firma Reibungen entstehen können. Was die Mitarbeiter nicht wissen: unter ihnen befinden sich zwei Schauspieler, die eifrig mitdiskutieren.

Im Anschluss picken sie ein Beispiel aus den genannten Konflikten heraus und improvisieren eine Szene. Ihre Darbietung eines Gesprächs zwischen gewerblichem Mitarbeiter und Polier sorgt – bei aller Ernsthaftigkeit des Themas – für große Erheiterung im Raum. „Hier hat sich ein handfester Keil gebildet“, sagt Meyer. Die Lösung: bessere Kommunikation und ein freundlicherer Umgangston. Danach wird die Szene noch einmal gespielt – dank der Zurufe aus dem Publikum mit Erfolg.

Mit ordentlicher Arbeitsvorbereitung geht es schneller

Beim Sicherheitstag geht es aber auch um die Frage, wie die Arbeitsabläufe verbessert werden können. An Station zwei erfahren die Rommel-Mitarbeiter den Grund für das Puzzleteil, das sie um den Hals tragen. Die eine Hälfte der Gruppe findet darauf nicht nur ihren Namen sondern zusätzlich eine Zahl. Sobald der Startschuss ertönt, sollen beide Gruppen ihr Puzzle auf einem Tisch legen. Logisch, dass die Gruppe mit den nummerierten Puzzleteilen schneller fertig wird. Fazit: mit einer ordentlichen Arbeitsvorbereitung geht es schneller und strukturierter. „Und damit sind wir schon mittendrin im Geschehen“, sagt Peter Zink. Gemeinsam mit Steffen Alber stellt er die in Workshops entwickelten Bauteile und Werkzeuge vor, die die Arbeit erleichtern – und ganz nebenbei die Produktivität steigern.

Auch an Station vier haben sich Christian Denzinger, Ulli Anderle und Michael Gölz mithilfe von Lean-Management der Prozessoptimierung und der Steigerung von Produktivität gewidmet. Hier wird fortgeführt, was mit dem Puzzlespiel schon angedeutet wurde: eine solide Arbeitsvorbereitung führt zu einer schnelleren und sicheren Bauabwicklung. Es wird ein Schulungsvideo gezeigt, in dem zwei Teams eine Baustelle im Modell nachstellen – einmal mit Lean-Management, einmal konventionell. Ziemlich schnell wird klar, wer das Rennen macht. Auf der Lean-Baustelle weiß jeder, was zu tun ist, die Schritte sind vorgegeben, parallele Arbeit ist möglich.

Eine schöne Tradition: das Gruppenfoto

Ganz schön beeindruckt vom Sicherheitstag und vor allem von den Rommel-Mitarbeitern zeigt sich auch ein externer Hubarbeitsbühnenfahrer. Der ist zum Bernhäuser Forst gekommen, um den Fotografen in luftige Höhen zu transportieren. Von dort oben schießt Rainer Hoffelner an jedem Sicherheitstag ein Gruppenfoto, auf dem alle Kollegen gemeinsam das Rommel-R nachstellen.  Hat der Fahrer mit mindestens einer halben Stunde Zeit für das Motiv gerechnet, war das Bild innerhalb weniger Minuten im Kasten. Reine Übungssache!

„Wir wollen gemeinsam die Firma Rommel gestalten und weiterentwickeln“, sagt Andy Vonderlind zum Abschluss. Die Mitarbeiter seien hierfür die wichtigsten Ratgeber. „Sicherheit und Gesundheitsschutz, sowie gegenseitige Rücksichtnahme sind wichtige Säulen der Unternehmenskultur“, sagt er weiter. Dieser Schulungstag hat das einmal mehr unter Beweis gestellt.

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